
Berlins legendäres Yiddish Culture Festival SHTETL BERLIN startet am Dienstag! Wirf einen Blick auf das Programm und bestelle Deine Tickets. Bis nächste Woche!

präsentiert

Berlins legendäres Yiddish Culture Festival SHTETL BERLIN startet am Dienstag! Wirf einen Blick auf das Programm und bestelle Deine Tickets. Bis nächste Woche!
Wir schaffen es gerade nicht immer, alle Sprachversionen aktuell zu halten, daher schaut bitte immer auf die englische Version, die wir garantiert aktuell halten.

Nach der Jugend eines Rebellen, den frühesten Erinnerungen Rudolf Rockers, folgt nun der zweite Band über die Londoner Jahre, die Bekanntschaft mit Milly Witkop und die gemeinsamen Aktivitäten rund um die jiddisch-anarchistische Zeitung arbeter fraynd. Die Herausgeber Klaus Decker und Tilman Leder rücken bei ihrer Vorstellung die Kapitel zu Milly ins Zentrum und geben uns Einblicke in die wenig bekannte Geschichte der jüdischen Arbeiter:innenbewegung im Londoner East End.
Veranstaltung vorwiegend in deutscher Sprache.
Als Teil der Ausstellung mili | Milly | מילי
Eintritt frei, Spenden erwünscht.
30. November, 17 Uhr
Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79
10997 Berlin

Ein Abend gewidmet der Poetin Malka Lee (1904—1976), eine der profiliertesten Stimmen der jiddischen Moderne. Die zeitgenössischen jiddischen Dichterinnen Katerina Kuznetsova und Yael Merlini stellen Malka Lees bemerkenswerte Lebensgeschichte vor — von ihren Anfängen in einem ukrainischen Shtetl bis zu ihren schöpferischen Jahren in New York — und zeichnen den Weg ihres literarischen Werdens nach.
Veranstaltung in englischer und jiddischer Sprache.
Als Teil der Ausstellung mili | Milly | מילי
Eintritt frei, Spenden erwünscht.
27. November, 19:30 Uhr
Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79
10997 Berlin

Im Berlin der zwanziger Jahre liefen bei Milly Witkop und Rudolf Rocker viele Fäden der internationalen und deutschen anarcho-syndikalistischen Bewegung zusammen. Eng verbunden waren sie mit Emma Goldman sowie Zenzl und Erich Mühsam. Milly engagierte sich sehr für den Syndikalistischen Frauenbund, dessen innerstädtische Berliner Gruppe sie zeitweise leitete. Ab 1926 war sie Sekretärin der Berliner Gruppe des Hilfskomitees der Internationalen Arbeiter Assoziation für inhaftierte Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten in Russland. Wir zeichnen in diesem Vortrag ihr Engagement nach und lassen sie selbst mit ihren Artikeln und Aufrufen zu Wort kommen.
Ein Vortrag mit Lesung des Arbeitskreises Geschichte und Zukunft der FAU.
Veranstaltung überwiegend in deutscher Sprache.
Als Teil der Ausstellung mili | Milly | מילי
Eintritt frei, Spenden erwünscht.
25. November, 19:30 Uhr
Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79
10997 Berlin
arnt bek | ARNDT BECK | אַרנט בעק
mili | Milly | מילי

KOLLEKTIVE KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG
Mit der von Arndt Beck initiierten kollektiven künstlerischen Forschung ehrt YIDDISH BERLIN eine außergewöhnliche Persönlichkeit: Die Feministin und anarchistische Aktivistin Milly Witkop (1877—1955).
Mit einem kleinen Lesekreis machte sich Beck im Frühjahr auf die Suche nach Millys Spuren in jiddischen Archiven, nun folgt eine kollektive Ausstellung, die in Audio, Zeichnung, Text, Mail Art, Collage, usw. Millys Leben befragt, ehrt und sichtbar macht, außerdem begleitet von einer Veranstaltungsreihe (siehe weiter unten).
Milly wurde als älteste von vier Töchtern in eine arme, frume Schneiderfamilie im ukrainischen Zlatopil geboren. 17-jährig siedelte sie alleine nach London über und wurde bald Teil der Gruppe um die jiddisch-anarchistische Zeitung arbeterfraynd und eine der führenden Aktivist:innen der jüdischen Arbeiter:innenbewegung im London der Nuller- und 10er Jahre.
Milly erlebte in England bewegte, kämpferische Zeiten, Gefängnis und erneute Migration; sie verbrachte die Weimarer Jahre in Berlin und prägte den Syndikalistischen Frauenbund, flüchtete unmittelbar nach dem Reichstagsbrand über die Schweiz in die USA, wo sie bis zum Ende ihres Lebens in der Nähe von New York lebte.
Pünktlich zum 70. Todestag verneigen wir uns vor einem Leben im politischen Kampf für eine gerechte, humane Welt.
24.11. — 2.12.2025
täglich ab 11 Uhr
Eröffnung: 23.11.2025, 16 Uhr
Mit einer Audio-Präsentation von studio lärm und Anna Rozenfeld,
einer szenischen Lesung von Yossi Lampel, Guli Dolev-Hashiloni, Arndt Beck
und Musik von Zhenja Oks.
Sowie kollektiven und individuellen künstlerischen Arbeiten von Yael Merlini, Zuzanna Hertzberg, Ori Tor und anderen.
Weitere Veranstaltungen:
DI 25.11., 19:30 Uhr
Zwischen Syndikalistischem Frauenbund und humanitärer Hilfe: Milly Witkop-Rocker in Berlin 1919—1933
Ein Vortrag mit Lesung des Arbeitskreises Geschichte und Zukunft der FAU.
DO 27.11., 19:30 Uhr
Yiddish Women: Ein Abend mit Malka Lee
Präsentiert von Katerina Kuznetsova und Yael Merlini.
SO 30.11., 17 Uhr
Buchvorstellung: Rudolf Rocker, Im Sturm der Zeiten — die Londoner Jahre
Mit Klaus Decker und Tilman Leder.
DI 2.12., 19:30 Uhr
Finissage
Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79
10997 Berlin


15.08.2024 — 28.08.2024
Yiddish.Berlin präsentiert:
Yevgeniy Fiks
NATO in Yiddishland
Die Ausstellung NATO in Yiddishland von Yevgeniy Fiks persifliert das tote Pathos von leidenschaftlichem Nationalismus, Patriotismus und Militarismus. Sie besteht auf dem nichtstaatlichen Konzept von Yiddishland als dringende Alternative. Yiddishland beansprucht weder Boden noch Herrschaftsraum. NATO in Yiddishland reflektiert die Künstlichkeit von nationalen Unterteilungen aus dem Blickwinkel jiddischer Kultur und aschkenasischer Zivilisation in Europa, und pocht auf Diaspora, Kosmopolitismus, Bindestrich-Identitäten und Vielsprachigkeit.
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Außerdem feiert Yiddish.Berlin sein 5-jähriges Bestehen. Viele Menschen investierten in diesen Jahren Idealismus, Kreativität und unbezahlte, unbezahlbare Arbeit und bereiteten so einen Boden, auf dem nach und nach eine neue jiddische Community in Berlin wuchs und weiter wächst. Durch den kurzfristigen und unerwarteten Ausfall von Fördermitteln, müssen wir das Geld für diese Ausstellung nun aus eigener Tasche zahlen, was wir uns eigentlich nicht leisten können. Eure Spende würde uns helfen, die Galeriemiete für zwei Wochen zu begleichen, die Material- und Installationskosten, Auftritte und Präsentationen zu bezahlen und sicherzustellen, dass jeden Tag jemand in der Galerie ist und das Konzept von “Yiddishland” allen Besucher:innen erklären kann. A sheynem dank!
[Yiddish.Berlin ist nach wie vor eine freie Gruppe ohne rechtliche Organisationsform. Daher sammeln wir Spenden über einen privaten Account.]

Eröffnung: Donnerstag, 15.08.2024, 19 Uhr
In Anwesenheit von Yevgeniy Fiks
Musik: Zhenja Oks
Artist Talk: Sonntag, 18.08.2024, 18 Uhr
Mit Yevgeniy Fiks und einer visuellen Rückschau auf 5 Jahre Yiddish.Berlin von Arndt Beck
Close reading workshop: Sonntag, 25.08.2024, 17 Uhr
Pogrome in der sowjet-jiddischen Poesie
Mit Katerina Kuznetsova
Finissage: Mittwoch, 28.08.2024, 19 Uhr
täglich geöffnet von 16 bis 18 Uhr
während der begleitenden Veranstaltungen
und nach Vereinbarung.
Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79
10997 Berlin-Kreuzberg
Obwohl yiddish.berlin in letzter Zeit als offizielle (oder besser gesagt, sehr inoffizielle) Gruppe weniger aktiv erschien, ist Berlins dezentrale, jiddische DIY-Community lebendiger denn je.
Es gibt eine ganze Reihe von wichtigen “jiddischen” Veranstaltungen in der Stadt:
Außerdem gibt es einige aktuelle Informationen über die Entwicklungen in der lokalen jiddischen Community:

Programm | Gedichte und Übersetzungen Teil 1 | Gedichte und Übersetzungen Teil 2 (pdfs)
Der Internationale Frauentag ist für uns ein wichtiger Feiertag. Dieses Jahr wollen wir die Werke von Frauen ehren, die seit dem Mittelalter jiddische Literatur geschaffen haben.
Wir werden Werke berühmter jiddischer Dichterinnen wie Kadya Molodowsky, Celia Dropkin und Rokhl Korn vortragen, aber auch die weniger bekannter Autorinnen.
Wir konzentrieren uns aber nicht nur auf die Vergangenheit! Deshalb hören Sie im zweiten Teil zeitgenössische Werke von Berliner Jiddischistkes: Gedichte, Musik und Übersetzungen.
Mit:
Luise Fakler | Sandra Israel-Niang | Katerina Kuznetsova | Sasha Lurje | Yael Merlini | Rose Mintzer-Sweeney | Maria Stazherova | Ro van Wingerden | Iryna Zrobok
Eintritt frei, Spenden erwünscht.
8. März 2024, 18 Uhr
Art.City.People
Oranienburger Str. 32
10117 Berlin
16. August 2023, 20 Uhr
Geschichte wird von den Machthabenden geschrieben. Aber was passiert, wenn die Machtlosen darauf bestehen, die eigenen Erfahrungen zu bewahren und zu interpretieren: sie in geheimen Zusammenkünften teilen, sie in Untergrundzeitungen veröffentlichen und Sammlungen in Milchkannen vergraben, damit die Überlebenden sie lesen können? Was bedeutet es, kollektive und schöpferische Berichte in einer Sprache zu schreiben, zu der es weder Flotte noch Armee gibt? Was macht unsere Geschichten zu Geschichte?
Yiddish Guerrilla Histories wird einige dieser trotzigen Erinnerungakte zwischen 1914 und 2023 ausgraben und übersetzen, darunter Gedichte, Lieder und Erzählungen, um sie mit einem vertrauenswürdigen Publikum zu teilen.
Lesung und Vortrag in englischer und (übersetzter) jiddischer Sprache.
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Als besondere Gäste mit dabei sind Sarah Silberstein Swartz und Zohar Weiman-Kelman, ebenso wie die Yiddish-Berliner:innen Guli Dolev-Hashiloni, Michaela Kobsa-Mark, Katerina Kuznetsova, Jake Schneider, Ro van Wingerden und Janina Wurbs.
Mit den Texten der jiddischen Autor:innen Rokhl Oyerbakh, Anna Margolin, Malka Lee, Leyb Kvitko, Irena Klepfisz, Yente Mash und Chava Rosenfarb, sowie ein wenig Musik.
Ein Projekt von yiddish.berlin, kuratiert von Jake Schneider.
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B-Lage
Mareschstraße 1
12055 Berlin-Neukölln (Rixdorf)
Eintritt frei, Spenden erwünscht