23. November: Eröffnung der Ausstellung mili | Milly | מילי

arnt bek | ARNDT BECK | אַרנט בעק

mili | Milly | מילי

eine alte portraitfotografie, das gesicht bearbeitet mit roter farbe und schrift, darunter die buchstaben MILI in hebräischen schriftzeichen
mili. ikh bin nisht maskim. a. beck, 2025.

KOLLEKTIVE KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG

Mit der von Arndt Beck initiierten kollektiven künstlerischen Forschung ehrt YIDDISH BERLIN eine außergewöhnliche Persönlichkeit: Die Feministin und anarchistische Aktivistin Milly Witkop (1877—1955).

Mit einem kleinen Lesekreis machte sich Beck im Frühjahr auf die Suche nach Millys Spuren in jiddischen Archiven, nun folgt eine kollektive Ausstellung, die in Audio, Zeichnung, Text, Mail Art, Collage, usw. Millys Leben befragt, ehrt und sichtbar macht, außerdem begleitet von einer Veranstaltungsreihe (siehe weiter unten).

Milly wurde als älteste von vier Töchtern in eine arme, frume Schneiderfamilie im ukrainischen Zlatopil geboren. 17-jährig siedelte sie alleine nach London über und wurde bald Teil der Gruppe um die jiddisch-anarchistische Zeitung arbeterfraynd und eine der führenden Aktivist:innen der jüdischen Arbeiter:innenbewegung im London der Nuller- und 10er Jahre.

Milly erlebte in England bewegte, kämpferische Zeiten, Gefängnis und erneute Migration; sie verbrachte die Weimarer Jahre in Berlin und prägte den Syndikalistischen Frauenbund, flüchtete unmittelbar nach dem Reichstagsbrand über die Schweiz in die USA, wo sie bis zum Ende ihres Lebens in der Nähe von New York lebte.

Pünktlich zum 70. Todestag verneigen wir uns vor einem Leben im politischen Kampf für eine gerechte, humane Welt.

24.11. — 2.12.2025
täglich ab 11 Uhr

Eröffnung: 23.11.2025, 16 Uhr

Mit einer Audio-Präsentation von studio lärm und Anna Rozenfeld,
einer szenischen Lesung von Yossi Lampel, Guli Dolev-Hashiloni, Arndt Beck
und Musik von Zhenja Oks.

Sowie kollektiven und individuellen künstlerischen Arbeiten von Yael Merlini, Zuzanna Hertzberg, Ori Tor und anderen.

Weitere Veranstaltungen:

DI 25.11., 19:30 Uhr
Zwischen Syndikalistischem Frauenbund und humanitärer Hilfe: Milly Witkop-Rocker in Berlin 1919—1933
Ein Vortrag mit Lesung des Arbeitskreises Geschichte und Zukunft der FAU.


DO 27.11., 19:30 Uhr
Yiddish Women: Ein Abend mit Malka Lee
Präsentiert von Katerina Kuznetsova und Yael Merlini.


SO 30.11., 17 Uhr
Buchvorstellung: Rudolf Rocker, Im Sturm der Zeiten — die Londoner Jahre
Mit Klaus Decker und Tilman Leder.


DI 2.12., 19:30 Uhr
Finissage

Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79
10997 Berlin

querformat, postkarte. einladung zu der ausstellung mili, eröffnung am 23.11.25 in der galerie zeitzone berlin.
mili. einladung zur ausstellung, 2025.

8. April: yiddish.berlin liest Avrom Nokhem Stencl

Cover des Skizzenbuchs von Rachel Lichtenstein zum jiddischen Dichter Avrom Nokhem Stencl
Cover des Skizzenbuchs zu A.N. Stencl von Rachel Lichtenstein

Mit einem gemischten Programm von und über Avrom Nokhem Stencl stellt yiddish.berlin erste Eindrücke von der Beschäftigung mit Stencls Berliner Schaffensperiode vor. Mit Stencl schlendern wir durch Berliner Obdachlosenasyle der 20er Jahre, hören seine Gedichte, auch in einigen Neuübersetzungen, erfahren von Anekdoten aus seinem Leben und hören erstmals einige Passagen aus Rachel Lichtensteins noch unveröffentlichtem Buch über den Dichter. Ein Abend in jiddischer, englischer und deutscher Sprache. Mit dabei:

Arndt Beck | Horst Bernhardt | Hilde Haberland | Rachel Lichtenstein | Jordan Lee Schnee | Jake Schneider

8. April 2023, 20 Uhr

Galerie ZeitZone
Adalbertstrasse 79
10997 Berlin

29. Dezember: H.J. Psottas 10te Yortsayt

Ein vertikal geteilter Hintergrund, links weiss, rechts schwarz. Vor dem schwarzen Hintergrund steht ein Mensch mit ausgestrecktem Arm vor dem weißen Hintergrund und auf der Hand sitzt eine Dohle.
H.J. Psotta, um 1975, Foto: Aquiles Rösner.

(Lichtbild-)Vortrag mit Arndt Beck

Genau 10 Jahre ist es her, dass Helmut J. Psotta weitgehend unbeachtet starb. Arndt Beck erinnert an einen eigenwilligen Künstler, der wichtige Erfahrungen seiner Entwicklung in Lateinamerika sammelte, gibt Einblicke in die eigene Arbeit mit dem Nachlass und zeigt beispielhaft einige Hintergründe und Motive in Psottas Werk.

Die Ausstellung ist ab 18 Uhr — zum letzten Mal — geöffnet.

Arndt Beck, arbeitet als freier Künstler vorwiegend in Fotografie, Zeichnung und Text. Als Erbe H.J. Psottas vertritt er sein Werk wie das eigene. Er befasst sich zudem seit einigen Jahren intensiv mit jiddischer Sprache und ist eine:r der Initiator:innen von yiddish.berlin.

Donnerstag, 29. Dezember 2022, 20 Uhr
innerhalb der Ausstellung MIR ZENEN DO! [Fotos]
geöffnet ab 18 Uhr.

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

NOVILLA
Hasselwerder Str. 22
12439 Berlin-Schöneweide

Eintritt frei — Spenden erbeten

Mit freundlicher Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide mit Mitteln aus dem Bundesprogramm Demokratie leben!

2. November: Neueste jiddische Dichtung

Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns
Vor uns liegen die Mühen der Ebenen

Bertolt Brecht, Wahrnehmung

yiddish.berlin ist aufgeregt. Nach langen Jahren der Kärrnerarbeit haben sich drei ebenso talentierte wie mutige Menschen aus unseren Reihen aufgeschwungen, die Welt der jiddischen Poesie zu bereichern. Seid dabei, wenn Jake Schneider, Katerina Kuznetsova und Jordan Lee Schnee ihre gleichfalls persönlichen wie universalen Schöpfungen erstmals gemeinsam der Öffentlichkeit präsentieren. Mit einer Einführung von Arndt Beck.

2. November 2022, 20 Uhr
Der Schnapphahn in der Babinischen Republik
Dresdener Str. 14
10999 Berlin-Kreuzberg

Eintritt frei
Spenden willkommen

8. März: YIDDISH BERLIN liest Jiddische Dichterinnen

8. März: YIDDISH BERLIN liest Jiddische Dichterinnen

Aufgrund des Krieges in der Ukraine, der uns alle zutiefst berührt, sehen wir uns genötigt, den Fokus unserer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag anzupassen. Viele unserer jiddischen Dichterinnen sind in der Ukraine geboren oder haben dort gelebt. Wir werden über ihre Erfahrungen mit Krieg, Invasion und Vertreibung sprechen und dabei die Bezüge zur Ukraine betonen. Wir, YIDDISH BERLIN, sind uns einig in der Unterstützung aller in der Ukraine lebenden Menschen, und wir werden diese Veranstaltung als Gelegenheit nutzen, um das historisch-kulturelle Bewusstsein für die Ukraine zu schärfen.

Bei der Veranstaltung sammeln wir Spenden, um Medikamente für die notleidenden Menschen in der Ukraine zu beschaffen.

Das Programm umfasst außerdem Rezitationen von Gedichten und musikalische Darbietungen der Autorinnen:

Marina Alexeeva | Rivka Basman Ben-Hayim | Celia Dropkin | Irena Klepfisz | Rokhl H. Korn | Anna Margolin | Kadia Molodowsky | Miriam Ulinover | Debora Vogel

Unter Beteiligung von:

Arndt Beck | Patrick Farrell | Hilde Haberland | Sveta Kundish | Katerina Kuznetsova | Anna Rozenfeld | Jordan Lee Schnee | Jake Schneider | Maria Stazherova

Dienstag, 8. März, 18 Uhr

PANDA platforma
(KulturBrauerei)
Knaackstr. 97
10435 Berlin

Eintritt frei

Aufnahme auf YouTube:

Reader zur Veranstaltung (pdf)

Veranstaltung auf Facebook

Gefördert von der Ursula Lachnit-Fixson Stiftung

ייִדישע גאַס: גרענאַדירשטראַסע

Yidishe gas: Grenadierstraße, Foto: Arndt Beck
ייִדישע גאַס: גרענאַדירשטראַסע, פֿאָטאָ: אַרנט בעק

Erinnerungskultur von unten betitelt das ND einen Artikel über eine künstlerische Intervention von Sebestyén Fiumei, der dem Straßenschild der Almstadtstraße in Berlin-Mitte, ein historisches, das der Grenadierstraße, hinzufügte. Auf Jiddisch. Nach wenigen Wochen wurde es vom Bezirksamt demontiert. Der ND-Artikel vermerkt, dass nun ein Sachgebietsleiter beauftragt sei, die Wiederinstallation auf offiziellem Weg einzuleiten. Dem Sachgebietsleiter sei mit auf den Weg gegeben, das Schild vor der Wiederinstallation noch einmal auf orthographische Eigenwilligkeiten hin zu überprüfen.

Arndt Beck hat das Straßenschild jedenfalls zu Gegenwartskultur von unten motiviert. Beck nahm es zum Anlaß, die Almstadtstraße auf einem 1 1/2-stündigen Fotospaziergang zu sezieren. Es zeigte sich, dass der genius loci, der Geist des Ortes, durchaus aufspürbar ist und die yidishe gas gar nicht so charakterlos daherkommt, wie es zunächst scheint.

„ייִדישע גאַס: גרענאַדירשטראַסע“ weiterlesen

DI FARBLOYTE FEDER 2 | Von Rozenfeld bis Kalderon

20. Januar 2020

Vos iz mer vi lebn? Ein Poesieabend von Anna Rozenfeld, am 10. Todestag von Avrom Sutzkever. Und viele weitere Bilder.

Vos iz mer vi lebn? Anna Rozenfeld und Arndt Beck, Foto: __________
Anna Rozenfeld und Arndt Beck, Foto: __________
Anna Rozenfeld, Foto: __________

22. Januar 2020

New Yiddish Song mit Sveta Kundish & Patrick Farrell.

Sveta Kundish, Foto: Tanja Katharina Lindner
Patrick Farrell, Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Arndt Beck

25. Januar 2020

Dreisprachige Lesung von Avrom Sutzkevers Langgedicht Ode tsu der toyb mit Arndt Beck, Horst Bernhardt und Jordan Lee Schnee.

Jordan Lee Schnee, Horst Bernhardt, Arndt Beck, Foto: Hilde Haberland

27. Januar 2020

Der Tel-Aviver zeyde: Lihi Nagler im Gespräch mit Avrom Sutzkevers Enkeltochter Hadas Kalderon.

Lihi Nagler und Hadas Kalderon, Foto: Arndt Beck
Hadas Kalderon, Foto: Arndt Beck
Blick ins Publikum, Foto: Arndt Beck
Foto: Arndt Beck
Arndt Beck, Lihi Nagler und Hadas Kalderon, Foto: Hilde Haberland
Nach dem Gespräch, Foto: Arndt Beck

29. Januar 2020

Finissage mit Überraschungen.

Horst Bernhardt spricht für den Khaloymes-Chor, Foto: Arndt Beck
Der Khaloymes-Chor, Foto: Arndt Beck
Hilde Haberland spricht, Foto: Arndt Beck

DI FARBLOYTE FEDER 2 | Lekoved

19. Januar 2020

YIDDISH BERLIN Lekoved Avrom Sutzkever: eine Bildstrecke der gemeinsamen Veranstaltung am Vorabend des 10. Todestags des großen Dichters.

Lekoved Avrom Sutzkever, Foto: Arndt Beck
Blick ins Publikum, Foto: Tanja Katharina Lindner
Patrick Farrell, Foto: Tanja Katharina Lindner
Rechts: Arndt Beck liest, Foto: Tanja Katharina Lindner
Anna Rozenfeld, Foto: Tanja Katharina Lindner
Elisabeth Landenberger, Foto: Tanja Katharina Lindner
Hilde Haberland und Patrick Farrell, Foto: Tanja Katharina Lindner
David Omar Cohen, Foto: Tanja Katharina Lindner
Hilde Haberland, Foto: Tanja Katharina Lindner
Elisabeth Landenberger, Foto: Tanja Katharina Lindner
Sveta Kundish, Foto: Tanja Katharina Lindner
Arndt Beck, Foto: Tanja Katharina Lindner
Irad Ben Isaak, Foto: Tanja Katharina Lindner
Anna Rozenfeld, Foto: Tanja Katharina Lindner
Ekaterina Kuznetsova, Foto: Tanja Katharina Lindner
Charles Green, Foto: Tanja Katharina Lindner
Horst Bernhardt, Foto: Tanja Katharina Lindner

DI FARBLOYTE FEDER 2 | Eröffnung

Etappenweise nun ein fotografischer Nachklang unserer Ausstellung mit Veranstaltungsreihe zum 10. Todestag von Avrom Sutzkever. Zunächst: Vorbereitung der Ausstellung und Eröffnung.

Material, Vorbereitung der Ausstellung, Foto: Arndt Beck
Noch mehr Material, Foto: Arndt Beck
Ella Ponizovsky Bergelson bei der Arbeit, Foto: Arndt Beck
Ella Ponizovsky Bergelson, Foto: Arndt Beck
Die Arbeit –Minenfeld– entsteht, Foto: Arndt Beck
Wandschrift im Innenteil, Foto: Arndt Beck
Helmut J. Psotta, –Tauben–, 1962, Foto: Arndt Beck
Blick auf die Serie –Der Vater– von Arndt Beck, 2018, Foto: Tanja Katharina Lindner
Eröffnung, Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Ella Ponizovsky Bergelson, –Minenfeld–, 2020, Foto: Tanja Katharina Lindner
Foto: Tanja Katharina Lindner
Arndt Beck, Foto: Tanja Katharina Lindner
Links: –Das Hakenkreuz– von Bernd Kramer, Jahr unbekannt, Foto: Tanja Katharina Lindner

Yiddish Berlin: Lekoved Avrom Sutzkever

Ausstellung und Veranstaltungprogramm zum 10. Todestag von Avrom Sutzkever

Helmut J. Psotta, Engel der Poesie, Santiago de Chile 1964

Bereits im Januar tritt die von Ella Ponizovsky Bergelson und Arndt Beck intiierte Ausstellungsreihe DI FARBLOYTE FEDER zu ihrer zweiten Auflage an. Anlaß ist der 10. Todestag des großen jiddischen Dichters Avrom Sutzkever (1913 — 2010). Den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen macht die Ausstellungseröffnung am 17. Januar um 20 Uhr. Außer den genannten mit dabei: Werke von Helmut J. Psotta und Bernd Kramer.

Es lohnt sich ein genauer Blick in das Programm, welches noch nicht endgültig feststeht, aber schon einige Höhepunkte aufzuweisen hat: Etwa den Gedenkabend am 19. Januar, das Konzert mit Sveta Kundish & Patrick Farrell am 22. Januar oder die Präsentation des Films Black Honey am 26. Januar.